Autor Thema: BX TZD Turbo 1.7 Hydraulikpumpe manuell betreiben  (Gelesen 541 mal)

Offline Roby111

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BX TZD Turbo 1.7 Hydraulikpumpe manuell betreiben
« am: 24, Mär, 2020, 23:57:55 »
Hallo, nach 7 Jahren Stillstand und einem noch werksoriginalen(!) Zahnriemen traue ich mich nicht, meinen BX TZD Turbo anzulassen, um ihn auf einen Trailer zu fahren, denn leider wurde mir der TG-Platz gekündigt und ich muss das Fahrzeug nun dort wegbringen.

Soweit ich es in Erinnerung habe, sitzt die Pumpe doch relativ weit oben im Motorraum unter/neben dem LLK und wird über einen normalen Keilriemen angetrieben?

edit: => Da war der Wunsch wohl Vater des Gedankens, hab nach einiger Suche ein paar Fotos eines ausgebauten XUD7TE (zusammen mit einem XUD9 aus einem PEugeot) auf Flikr gefunden:

https://www.flickr.com/photos/125700792@N08/16411973792/in/photostream/

Die Pumpe sitzt recht weit hinten "unten", überhalb des Getriebes, aber Antriebsseite zum Motor hin, d.h. nicht zugänglich von oben.

Man müsste die Pumpe also auf jeden Fall lösen und irgendwie temporär fixieren, um überhaupt an die Wellenseite zu kommen, aber die Hydraulikleitungen sehen nicht sehr flexibel aus...

Fazit: Vermutlich muss das anders gehen, hat Jemand eine Idee? Siehe ganz unten...

Ende edit ;-/


Meine ursprüngliche Idee war,  den Keilriemen zu entfernen und mittels eines Akkuschraubers, Schlagschrauber, Bohrmaschine etc. die Pumpe über die Wellenmutter manuell anzutreiben.

1. Frage: kann das überhaupt gehen, oder braucht die Pumpe mehr Leistung/Drehzahl, als man auf diese Weise zuführen kann?
Geht das -langsam und mühselig- eventuell auch mit Ratsche und "Handbetrieb", oder braucht die Pumpe eine Mindestdrehzahl, um ordentlich zu fördern rsp. Druck aufzubauen?

Ideal wäre natürlich, wenn es mit einem Akkuschrauber ginge, den ich an eine volle 12V Batterie klemmen würde, im Handel sind auch KFZ-Reifen-Schlagschrauber für 12V erhältlich. Leistung dürfte sich bei ca 250W maximal bewegen. Alternativ könnte ich bis zu 1200W über Wechselrichter und Bohrmaschine vor Ort "abrufen", oder aber mit 50l vorgefülltem Kompressor und Druckluftschlagschrauber arbeiten (aber dann vermutlich den Kompressor nicht vor Ort betreiben, d.h. die Luftmenge müsste füs Aufpumpen auf Normalhöhe reichen ?!?)

Dazu -das Fahrzeug steht leider mit der Haube nach Hinten und recht eingeengt- und 50km von mir entfernt, ein paar Fragen vorab:

2) weiß Jemand, wie rum, wenn man die Riemenscheibe VOR sich hat, die Pumpe laufen muss?  Alternativ: wie rum dreht denn der TUD7-Motor, wenn man auf dessen Steuerseite schaut (also gegenüber, die Pumpe sitzt ja auf Getriebeseite)

2b) Beschädigt man die Pumpe, wenn man diese "falschrum" antreibt?
 

2c) Kann es sein, dass sich die Wellen-Mutter in der richtigen Drehrichtung der Pumpe lösen würde, wenn die Pumpe schwergängig ist resp. unter Last?


3) weiß Jemand oder kann es nachschaun, welches Maß die Mutter der Riemenscheibe hat (also Nuß-Größe) und ob dort überhaupt eine Standard-Sechskant-Mutter sitzt oder was sonst? Hat man noch genug Gewinde über, um gegebenenfalls eine 2. Mutter kontern zu können? Gewindemaß und Steigung (standard/fein) wäre ne Super-Zusatz-Info!

4) hat sowas schon mal  Jemand gemacht, oder ne bessere Idee? Motor möchte ich weder durchdrehen noch laufen lassen und das abgesenkte Fahrzeug bekomme ich nicht mal vom Stellplatz, geschweige denn aus der TG oder auf den Hänger...


Danke!

PS: Ich vermute mal, das es helfen würde (im Sinne der Leichtgängigkeit der Pumpe), wenn ich den BX mittels Rangierwagenheber Rad/Achsweise anhebe und somit Gewicht wegnehme, oder vielleicht sogar mit Unterstellböcken den Wagen komplett "hoch" stelle und dann erst pumpe... Weiß aber auswendig nicht, ob ich genug Abstand zur Seitenwand habe, ist leider ein Eck-Stellplatz.

Könnte es sogar sein, dass sich auf diese Weise eine Hochstellung OHNE Pumpe, sprich durch die Schwerkraft der dann ja schwebenden Räder (wenn man diese dann nach unten zieht...) ergeben würde, muss man dazu vielleicht das System öffnen oder irgendein Ventil überbrücken?


Könnte man eventuell da mit Druckluft ins System dem Ganzen "nachhelfen" anstelle die Pumpe zu drehen? (natürlich müsste man später dann ordentlich entlüften, es geht ja nur um einen temporären Druckaufbau, um die Federbeine lang zu bekommen, im Idealfall unter Last, sprich Eigengewicht des BX, notfalls eben auch lastfrei, so lange nur gewährleistet ist, dass der Druck dann nicht sofort unter Last wieder abfällt. (langsam wird er sicher absinken, hat ja keinen Absinkschutz wie Xantia etc, aber 10min müsste er oben bleiben, bis ich ihn aus der Lücke habe (wird mit Schleppstange, vermutlich festen Bremsen und enger TG auch ein Akt für sich) und dann aus der TG raus und auf dem Hänger (mit Seilwinde).


Bekommt man erfahrungsgemäß die Einspritzdüsen (Spezial-Nuß dafür hätte ich sogar, allerdings in China-Qualität) los und kommt man da ran, ohne den halben Motor zerlegen zu müssen?

Sieht man von der Vorkammer aus überhaupt in den Brennraum, die aktuellste Idee wäre, die Kolben allesamt auf halbe Höhe zu bringen und dann den Zahnriemen zu zertrennen und die Nockenwelle von der Steuerseite her eben elektrisch oder pneumatisch anzutreiben oder notfalls von Hand durch zu drehen, um die Hydraulikpumpe auf der anderen Seite anzutreiben...

Ach ja: Fahrzeug steht im Münchner Osten, hat erst -und komplett nachweisbar- ca. 70tkm auf der Uhr, BJ91 und Zustand wie neu (bei Einlagerung, hab es seit Jahren nicht mehr besucht, hoffentlich keine Vandalismusschäden...), wäre auch am Verkauf interessiert, da ich wohl auch die nächsten 7 oder eher 17 Jahre (bis zur Pensionierung) KEINE Zeit für den Wagen haben werde... Hab schon einige Teile prophylaktisch besorgt, die man im Laufe der Zeit mal brauchen könnte, wie neue Scheinwerfer, Turbolader etc und was es vor Jahren alles mal auf ebay gab, inzw. nicht mehr resp. zu Wucherpreisen...
« Letzte Änderung: 25, Mär, 2020, 01:40:54 von Roby111 »

Offline Dr.Jones

Re: BX TZD Turbo 1.7 Hydraulikpumpe manuell betreiben
« Antwort #1 am: 31, Mär, 2020, 00:15:43 »
Moin Roby,

schön, dass Du hier ins Forum gefunden hast.

Vergiss Deine ganzen Ideen bzgl des Fremdantriebs der Hydraulikpumpe mal wieder. Obwohl diese Idee wohl schon durch einige Köpfe geisterte, hat das m.W. noch niemand realisiert. Warum auch? Hoch bekommt man einen BX auch ohne Hydraulikdruck einfacher. (und nebenbei: Zahnriemen durchschneiden ist auch keine gute Idee)

Was Du brauchst:
  • Wagenheber
  • Antisinkklötze
  • Brettabschnitte
  • ggf Luftpumpe
Um den (möglichst flachen) Wagenheber unter die Karosserie zu kriegen platte Reifen aufpumpen und den BX auf ein oder mehrere Bretter rollen (entweder zu mehreren oder unter Zuhilfenahme des Anlassers (wenn man dem Zahnriemen noch traut))
An der Hinterachse eignen sich Dachlatten (4x6 cm) gut, die man zwischen Schwingarm und vorderen Anschlagpuffer schiebt.
Weil der Stabilisator beiden Räder einer Achse verbindet, muss die Achse komplett (also links und rechts) freigehoben werden.
Vorn kann man die Achse mittels Hartholzstücken oder Rohrstücken aus der Schrottkiste (zB 1" Wasserrohr) blockieren, in dem man die Stücke von passender Länge zwischen Querlenker und Fahrschemel (genau da, wo die Bremsleitung rauskommt) klemmt. Diese Obenhaltewerkzeuge müssen etwa 11-12 cm lang sein.
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